Dr. Kurosch Borhanian

Facharzt für Chirurgie

Proktologie ・ Endoskopie ・ Venen & Ästhetik ・ Schilddrüsenchirurgie

BOTOX

alles was Sie wissen müssen

Botox ist ein Begriff, der in der heutigen Schönheits- und Gesundheitsindustrie weit verbreitet ist. Doch was steckt wirklich hinter diesem Wunderwirkstoff, und wofür wird er eingesetzt? In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige über Botox: die Ursprünge, Anwendungen, Vorteile, Risiken und was Sie vor einer Behandlung wissen sollten.

Was ist Botox?

Botox ist der Handelsname für Botulinumtoxin, ein Neurotoxin, das vom Bakterium Clostridium botulinum produziert wird. In hohen Dosen kann Botulinumtoxin eine lebensbedrohliche Vergiftung verursachen, die als Botulismus bekannt ist. In stark verdünnten und kontrollierten Mengen wird es jedoch medizinisch und kosmetisch seit Jahrzehnten sicher und effektiv angewandt.

Geschichte von Botox

Botulinumtoxin wurde in den 1820er Jahren entdeckt und wissenschaftlich untersucht. In den 1970er Jahren begannen Forscher, seine möglichen medizinischen Anwendungen zu erforschen. Die FDA (Food and Drug Administration) genehmigte Botox schließlich in den 1980er Jahren zur Behandlung von Muskelspasmen. Im Jahr 2002 erhielt Botox seine erste kosmetische Zulassung zur Reduktion von Stirnfalten.

Medizinische Anwendungen von Botox

  1. Muskelspasmen und Dystonien:
    Botox wird häufig zur Behandlung von Muskelspasmen, wie z.B. bei zervikaler Dystonie (Nackenmuskelkrämpfe), Blepharospasmus (unwillkürliches Blinzeln) und Spastizität (z.B. nach Schlaganfällen) verwendet.
  2. Chronische Migräne:
    Botox kann zur Reduktion der Häufigkeit und Intensität von Migräneanfällen beitragen.
  3. Hyperhidrose:
    Übermäßiges Schwitzen kann durch Botox-Injektionen in betroffene Bereiche wie Achselhöhlen, Hände und Füße behandelt werden.
  4. Blasenfunktionsstörungen:
    Patienten mit überaktiver Blase können von Botox-Injektionen in die Blasenwand profitieren.

Kosmetische Anwendungen von Botox

  1. Faltenreduktion:
    Die bekannteste Anwendung ist die Behandlung von Mimikfalten im Gesicht, insbesondere Stirnfalten, Krähenfüße (um die Augen) und Glabellafalten (zwischen den Augenbrauen), auch Zornesfalte genannt.
  2. Gesichtsformung:
    Botox kann auch zur Konturierung des Gesichts verwendet werden, z.B. zur Reduktion der Massetermuskeln (Kiefermuskeln) bei Patienten mit Bruxismus (Zähneknirschen).

Vorteile von Botox

  • Minimale Invasivität:
    Botox-Injektionen sind nicht chirurgisch und erfordern keine Erholungszeit.
  • Schnelle Ergebnisse:
    Die meisten Patienten sehen innerhalb weniger Tage nach der Behandlung erste Ergebnisse, die bis zu sechs Monate anhalten können.
  • Vielfältige Anwendungen:
    Botox bietet eine Vielzahl von medizinischen und kosmetischen Anwendungen, die das Leben der Patienten erheblich verbessern können.

 

Risiken und Nebenwirkungen

Die Behandlung zählt als grundsätzlich gut verträglich. Die Substanz wirkt nur dort, wo sie gespritzt wird, und baut sich an dieser Stelle auch wieder vollständig ab. Sie verteilt sich nicht im Körper und beeinträchtigt die Mimik nicht. Mögliche Nebenwirkungen sind in der Regel von vorübergehender Natur, aber wie bei jeder medizinischen Behandlung gibt es auch bei Botox mögliche Nebenwirkungen und Risiken. Dazu gehören:

  • Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle.
  • Kopfschmerzen und grippeähnliche Symptome.
  • Vorübergehende Schwäche oder Lähmung der umliegenden Muskeln.
  • Allergische Reaktionen sind selten, aber möglich.
  • Asymmetrische Ergebnisse oder ein unerwünschter Gesichtsausdruck.

Es ist wichtig, dass Botox-Injektionen nur von qualifizierten und erfahrenen Fachleuten durchgeführt werden, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren. Schwangeren und stillenden Frauen sowie Personen mit Muskelschwäche oder einer Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff wird von dieser Behandlung abgeraten.

In einem persönlichen Gespräch erörtern wir gerne mit Ihnen individuelle Fragen zu diesem Thema.