Dr. Kurosch Borhanian

Facharzt für Chirurgie

Proktologie ・ Endoskopie ・ Venen & Ästhetik ・ Schilddrüsenchirurgie

Krampfadern

Varizen oder Krampfadern sind vergrößerte Venen. An den Beinen erscheinen sie geschlängelt an der Oberfläche und können unterschiedliche Beschwerden verursachen

 

Wussten Sie, dass bis zu 15% der Bevölkerung unter stärker ausgepägten Krampfadern leiden? Man spricht dann von Varikose.

Hier erfahren Sie alles rund um das Thema Krampfadern. Vereinbaren Sie sich gerne einen Termin zum Venencheck und lassen Sie sich beraten.

Alles aus einer Hand

1

Abklärung

Als erster Schritt erfolgt eine Anamnese, die Durchführung eines körperlichen Status und die Untersuchung der Beinvenen mittels Ultraschall. So gelangt man zu einer Diagnose, die die Basis der Behandlung bildet.

 

  • Anamnese
  • Status
  • Ultraschall mit Farb-Doppler

2

Beratung

Die Empfehlung für das Behandlungskonzept erfolgt immer individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten und wird gemeinsam besprochen.

 

  • Individuell
  • Maßgeschneidertes Behandlungskonzept

3

Therapie

Es stehen unterschiedlichste Behandlungsoptionen zur Verfügung. Die von mir angebotenen Therapien können ambulant ohne Übernachtung durchgeführt werden und erfolgen in der Ordination.

 

  • EVLA – Laser
  • Schaumsklerosierung
  • Seitenast-Exhairese
  • Besenreiser spritzen

4

Nachsorge

Nach der Behandlung werden Sie weiter von mir begleitet und betreut. Vom richtigen postoperativen Konzept hin bis zu regelmäßigen Kontrollen. 

 

  • Kompressionsstrümpfe
  • Wundkontrollen
  • Postoperative Betreuung
  • Besenreiser-Behandlung

Was sind Krampfadern?

Krampfadern – auch Varizen genannt – sind krankhaft vergrößerte Venen. Die oberflächlich betroffenen Gefäße sind durch die Haut sichtbar und treten (teils deutlich) hervor. Die verlaufen geschlängelt, manchmal bilden sie knotenartige Formen aus. Krampfadern sind nicht nur ein ästhetischer Makel, sondern können auch Beschwerden verursachen. Im Gegensatz dazu sind die feinen oberflächlichen Besenreiser gesundheitlich nicht bedenklich. 

Ich habe mich auf die Behandlung von Venenleiden (Varikose) spezialisiert und biete von der Diagnose bis zur maßgeschneiderten Therapie alles aus einer Hand an. Die Abklärung und Beratung erfolgt in der Ordination in Salzburg Stadt. Die meisten Therapien können auch in meiner Ordination ohne einen Krankenhausaufenthalt durchgeführt werden. 

Gerne informiere ich sie im Folgenden umfassend zu Krampfadern. Bei aufgeklärten PatientInnen funktioniert die Therapie noch besser, da wir als Team an ihrer Gesundheit arbeiten

Wie entstehen Krampfadern?

Venen sind Blutgefäße, die das Blut vom Körper zum Herzen zurückführen. Damit das Blut nur in eine Richtung fließen kann, sind in größeren Venen Klappen eingebaut, die wie Ventile funktionieren. Diese Venenklappen stellen sicher, dass das Blut auch gegen die Schwerkraft zum Herzen fließt und nicht in die andere Richtung – wie zum Beispiel bei den Beinen im aufrechten Stand. 

Krampfadern entwickeln sich, weil die Venenklappen nicht mehr vollständig schließen. Dadurch fließt das Blut in der betroffenen Beinvene fälschlicherweise fußwärts und die dadurch bedingte Überlastung dehnt die Venen im Laufe der Zeit aus. Man spricht nun von Varikose – dieses Krankheitsbild sollte behandelt werden. Je früher eine Therapie eingeleitet wird, desto besser sind die Heilungschancen und Resultate, auch aus kosmetischer Sicht.

Ursachen von Krampfadern

Wie bei vielen Erkrankungen ist auch die Entstehung von Krampfadern multifaktoriell. Risikofaktoren sind:

  • Viel Sitzen
  • Langes Stehen
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Familiäre neigung

Zumeist spielen mehrere Faktoren zusammen, aber auch Patienten ohne Risikofaktoren können Varizen entwickeln. Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung ist regelmäßige Bewegung. 

Meistens entstehen Krampfadern in den Beinen. Beschwerden können am gesamten Bein auftreten – begonnen vom Fuß, der Wade bzw. dem Unterschenkel, in der Kniekehle und am Oberschenkel. Außerdem können sie auch am Hoden, an den Schamlippen (meist während einer Schwangerschaft) oder im Bereich von Magen und Speiseröhre sowie um den Nabel entstehen.

Die 10 Venen-Gebote

Die wichtigste Grundregel lautet: »L« , wie liegen und laufen, statt »S«, wie sitzen und stehen.

  1. Zur Übung: Einfach, aber wirksam sind der Zehen- und der Fersengang sowie das Anheben der Knie beim Gehen bis auf Gürtelhöhe.
  2. Schwache Gefäße und Gewebe lassen sich durch Kalt- bzw. Warmwasseranwendungen (Hydrotherapie) straffen. Durch kühles Wasser waten fördert die Beindurchblutung und beugt einer chronischen Beinvenenschwäche vor.
  3. Aktive Bewegung – täglich und ausdauernd – stärkt die Muskulatur. Denn eine kräftige Bein- und Wadenmuskulatur beugt Krampfadern vor. Wann immer möglich, sollten die Beine hoch gelegt werden, um den Rückfluss des Blutes in Richtung Herz zu erleichtern.
  4. Die Beine sollten nicht übereinander geschlagen werden, denn das verschlechtert den Blutabfluss zusätzlich. Beim Sitzen sollten die Füße auf dem Boden stehen, damit die Oberschenkel nicht durch ihr eigenes Gewicht auf den Stuhl gepresst werden. Der Winkel im Kniegelenk sollte größer als 90 Grad sein.
  5. Flache Schuhe sorgen für Bewegung im Sprunggelenk und halten damit die Waden-Muskelpumpe in Gang.
  6. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Ballaststoffen beugt Verstopfungen vor und vermeidet Druckerhöhungen im Bauchraum beim Stuhlgang, was die Entstehung von Krampfadern begünstigen würde. 
  7. Das Körpergewicht beachten. Denn Übergewicht fördert Venenerkrankungen auf mehreren Wegen.
  8. Hitze meiden. Denn Hitze führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße, in denen das Blut versacken kann. Kneippkuren und Wechselbäder tun gut, Wärmeanwendungen, wie Thermalbäder, Moorbäder und Sauna, können sich negativ auswirken.
  9. Das Trockenfrottieren nach dem Baden sollte unterbleiben, da es zu einer unerwünschten Blutfülle der Haut führt. Auch Klopf- und Knetmassagen der Beine sind kritisch zu betrachten.
  10. 1 x jährlich sollte das Venensystem beim Arzt untersucht werden (Venen-Check).

Symptome von Krampfadern

Die meisten Menschen suchen eine Ärztin bzw. einen Arzt auf, weil die Krampfadern bedrohlich aussehen und sie beunruhigt sind. An den Beinen sind Krampfadern häufig schon sichtbar, noch bevor die ersten Symptome auftreten. Im Verlauf der Erkrankung können verschiedene Symptome entstehen:

  • Schweregefühl
  • Müde Beine
  • Schwellung
  • Spannungsgefühl
  • Wärmegefühl in den Beinen
  • Juckreiz im Bereich der Krampfadern
  • Verhärtung der Haut

Die Symptome verbessern sich meist durch das Hochlagern der Beine oder durch Bewegung. Werden Krampfadern nicht behandelt, so können Wadenkrämpfe, bräunliche Hautveränderungen oder auch Venenentzündungen und Geschwüre entstehen. Die Geschwüre können größer werden und aufbrechen. Ein sogenanntes offenes Bein ist dann nur mehr sehr schwer behandelbar und hat meist einen chronischen Krankheitsverlauf. Um diese Spätfolgen zu vermeiden, ist eine frühzeitige Begutachtung und Beratung empfohlen.

Welche Ärzte behandeln Krampfadern?

In der Regel befassen sich ÄrztInnen der Fachrichtungen Chirurgie, Dermatologie, Allgemeinmedizin oder Innere Medizin mit Venenleiden. In Deutschland gibt es einen Facharzt für Phlebologie – das entspricht dem “Venenarzt / Venenärztin”. Die angebotenen Therapien – vor allem wenn es um die invasive Behandlung der Varizen geht – werden nicht von allen Fachrichtungen gleichermaßen angeboten.

Diagnose von Krampfadern

Um herauszufinden, ob eine Varikose – ein Krampfaderleiden – besteht, sind Anamnese, körperliche Untersuchung und Ultraschall nötig. Es wird auch festgestellt, ob es sich lediglich um Besenreiser oder um Krampfadern handelt. Weiter wird erhoben, welchen Typ von Krampfadern Sie haben und wie stark diese ausgeprägt sind. Erst dann kann ein für Sie passendes Behandlungskonzept vorgeschlagen werden.

Untersuchungsmethoden

 

Krankengeschichte (Anamnese)

Die Grundlage der Erfassung einer Erkrankung ist das ausführliche Gespräch. Hier fließt ihre gesamte Krankengeschichte ein, ebenso die familiäre Belastung hinsichtlich Krampfaderleiden. Gab es venöse Erkrankungen (wie z.B. Thrombosen, Venenentzündungen, Lungenembolien)? Welche Behandlungen wurden durchgeführt (OP, Verödung, Blutverdünnung)?
Es ist mir ein Anliegen, hierfür ausreichend Zeit in einer angenehmen Atmosphäre zu haben. Alle Beschwerden, die sie erleben, werden ebenso erfasst – Müdigkeit oder Schweregefühl der Beine, Spannungsgefühl, nächtliche Unruhe, Wadenkrämpfe sowie Schmerzen und Schwellungen. 

Körperliche Untersuchung (Status)

Der aktuelle Zustand der Beine. Gibt es Schwellungen, Beschwerden, Verhärtungen? Arbeitet die Wadenmuskelpumpe wirklich effizient?

Ultraschall-Untersuchung (Farbkodierte Doppler-Sonografie)

Mit dieser Untersuchung können die Venen bildlich dargestellt werden. Die Gefäßweite und die Strömungsrichtung des Blutes geben über die Funktion der Venenklappen Auskunft. Mit dem Farbdoppler kann auch ein Venenverschluss (Thrombose) festgestellt werden.

Röntgenkontrastmitteldarstellung der Venen (Phlebographie)

Die Darstellung der Krampfadern geschieht mittels Kontrastmitteleinspritzung in eine Vene am Fußrücken. Sie hat heutzutage nur noch einen untergeordneten Stellenwert.

Typen von Krampfadern

Der Großteil der Varizen wird durch sogenannte primäre Varizen eingenommen – sie entstehen bei entsprechenden Risikofaktoren auf der Basis einer Bindegewebsschwäche.
Davon abzugrenzen sind sekundäre Varizen, die eine Folgeerkrankung darstellen. Sie sind beispielsweise Folge einer Beinvenenthrombose, bei welcher eine Vene durch ein Blutgerinnsel verschlossen war. 

Bei den primären Varizen unterscheidet man abhängig von den betroffenen Venen folgende Typen: 

1. Stammvarikose

Bei einer Stammvarikose sind die Stammvenen betroffen – das sind die großen Beinvenen. Die Vena saphena magna verläuft vom Innenknöchel des Fußes bis zur Leiste hinauf. Die Vena saphena parva verläuft vom Außenknöchel bis zur Kniekehle. 

2. Seitenastvarikose

Bei einer Seitenastvarikose sind die Zuflüsse der Stammvenen betroffen, die sogenannten Seitenäste.  

3. Perforantenvarikose

​​Unter Perforansvenen versteht man horizontal verlaufende Venen im Bein, die das tiefe Venensystem mit dem oberflächlichen Venensystem verbinden.

Schweregrade

Anhand des Beschwerdebildes sowie des Lokalbefundes lassen sich primäre Krampfadern in vier klinische Schweregrade einteilen:

  • Stadium 1: geringfügige Varikose; keine nennenswerten Beschwerden, keine Komplikationen
  • Stadium 2: Varizen, die Beschwerden verursachen (zum Beispiel Juckreiz, Schweregefühl, Spannungsgefühl, leichte Schwellneigung, Wadenkrämpfe, Schmerzen etc.)
  • Stadium 3: deutliche Varikose mit Beschwerden wie in Stadium 2, zusätzlich Komplikationen (zum Beispiel Hautstörungen und Entzündungen)
  • Stadium 4: ausgedehnte Varikose mit Beschwerden wie in Stadium 2 und 3, Komplikationen wie in Stadium 3

Wie kann man Krampfadern behandeln?

Die Antwort auf diese Frage kann grob in zwei Gruppen unterteilt werden: 

  • Nicht operative Maßnahmen
  • Operative Maßnahmen

Im Folgenden gehe ich näher auf die verfügbaren Optionen ein, um Ihnen einen fundierten Überblick zu verschaffen.

Nicht operative Behandlung von Krampfadern

Im Stadium 1 und 2 ist es auf jeden Fall sinnvoll, zuerst eine konservative Therapie durchzuführen und so das Venensystem zu stärken. Die wichtigste Maßnahme ist die Unterstützung des Blutrückflusses – dies wird mit Kompression erreicht. Dafür können Kompressionsstrümpfe getragen werden, auch Massagen, Gymnastik oder spezielles Venentraining mit Stärkung der Wadenmuskeln wirken sich positiv aus. Alle diese Maßnahmen verbessern bzw. unterstützen die Pumpleistung er Beinvenen. 

Wenn die Erkrankung noch nicht fortgeschritten ist, können die Venen auch verödet werden. Dies erfolgt über das Einspritzen von Aethoxysklerol in die Venen. Vor allem bei Besenreisern ist diese Behandlung effizient. Größere Gefäße können so aber oft nicht dauerhaft verschlossen werden. 

Im Anfangsstadium der Erkrankung ist es auch möglich, Venen zu veröden. Diese Verödung (Sklerosierung) ist jedoch nur bei Besenreisern erfolgreich, bei voll ausgebildeten Krampfadern bringt eine Verödung keinen dauerhaften Erfolg.

Venenverödung

Unter Venenverödung (Sklerotherapie) versteht man den Verschluss von Krampfadern durch das Einspritzen eines Verödungsmittels – Aethoxysklerol. Dies führt zu einer gezielten Schädigung der Innenschicht der Gefäßwand. Die Vene bildet dann ein Blutgerinnsel aus, das sie verschließt und das Gefäß wird so im Verlauf in einen Bindegewebsstrang umgebaut. 

Bei der Schaumverödung wird Aethoxysklerol mit Luft zu Schaum vermischt und dann direkt in die betroffenen Venen eingespritzt. So lassen sich Krampfadern behandeln, Komplikationen und ein Fortschreiten der Erkrankung anhalten sowie Blutungen stoppen. Bei schwach ausgeprägter Varikose ist die Sklerosierung die Therapie der Wahl; einschränkend sind Venenthrombosen, Immobilität bzw. Bettlägerigkeit. 

Aktive Nachbehandlung

Als PatientIn können Sie nach einer Schaumsklerosierung positiv zur Heilphase beitragen: das Tragen von Kompressionsstrümpfen KKL2 hilft bei der Heilung – durch den Druck werden die feinen Gefäße komprimiert und so das Verwachsen unterstützt. Für mindestens 2 Wochen sollten Saunagänge, Thermenbesuche sowie Sonnenbäder gemieden werden. Abschließend ist regelmäßige Bewegung bereits direkt nach der Sklerosierung förderlich – es aktiviert die Muskelpumpe und verhindert ein Anschwellen der Beine.

Operative Behandlung von Krampfadern

In fortgeschrittenen Stadien ist ein Eingriff zur Behandlung von Krampfadern die einzige zielführende Option. Es stehen hier verschiedene Verfahren zur Verfügung. Zu unterscheiden sind dabei klassisch chirurgische Methoden von den modernen endovenösen Verfahren (RFA, Laser). Um einen Überblick zu gewinnen sind hier nochmals alle Verfahren, die auch in den Leitlinien erwähnt werden dargestellt:

  • Konservative Maßnahmen
    • Kompressionstherapie
    • Physikalische Maßnahmen (Manuelle Lympdrainage)
    • Medikamentöse Therapie
  • Operative Verfahren
    • Stammvenenausschaltende Verfahren (Crossektomie, Stripping, Phlebektomie)
    • Stammvenenerhaltende Verfahren (Abbinden mittels CHIVA-Methode; extraluminale Valvuloplastie – EVP)
  • Endovenöse thermische Verfahren (seit 1999)
    • Endovenöse Lasertherapie (EVLA)
    • Endovenöse Radiofrequenztherapie (RFA, RFITT)
    • Endovenöse Heißdampf Therapie
  • Endovenös chemische Verfahren
    • Sklerosierungstherapie
    • Cyanoacrylatkleber

Die Prinzipien der Venenoperation

Stadiengerechte Operation:

Es werden prinzipiell nur geschädigte Venenanteile entfernt.

Minimalinvasive Techniken:

Örtliche Betäubung, winzige Hautinzisionen, feine Operationsinstrumente, Mikrohäkchen etc. führen zu optimalen Operationsergebnissen. Auf diese Weise entstehen kaum postoperative Hämatome oder Schmerzen. Die kleinen Hautschnitte verheilen ohne sichtbare Narben und ein dementsprechendes kosmetisches Ergebnis wird erzielt.

Rasche postoperative Mobilisation

Der Eingriff kann ambulant oder maximal mit 1 Übernachtung durchgeführt werden.

Postoperative Bewegung ist die beste Prophylaxe gegen eine Thrombose.

Ausgewählte Behandlungs­möglichkeiten kurz erklärt

Die Varady-Methode

Hier reicht ein kleiner Einschnitt in die Haut. Mit einem häkelnadel-ähnlichen Instrument wird die Krampfader herausgelöst, mit Klemmen fixiert und herausgezogen. Die feinen Einstiche werden meist verklebt. Es bleiben kaum sichtbare Narben.

Die Stripping-Methode

Das Venenstripping war der goldene Standard der Venenchirurgie. Dabei werden die betroffenen Stammvenen (die vordere: Vena saphena magna oder die hintere: Vena saphena parva) gestrippt = herausgezogen. Dabei wird entweder in der Leistenfalte oder in der Kniekehlenfalte ein ca. 2 cm langer Hautschnitt gemacht, die Stammvene aufgesucht, durchtrennt und mit Hilfe eines Fadens der erkrankte Anteil der Stammvene entfernt. Gesunde Abschnitte werden belassen (für eine eventuelle spätere Bypass-Operation). Wichtig ist, dass in der Leiste bzw. Kniekehle sämtliche einmündenden Seitenäste exakt unterbunden werden, damit später daraus keine neuen Krampfadern entstehen können.

Endovenöse Lasertherapie

Bei diesem Verfahren wird durch Punktion einer Krampfader ein dünner Laserlichtleiter eingeführt, durch dessen Energie es zum kompletten Verschluss der Vene von innen kommt. Die verschlossene Vene muss nicht entfernt werden, sie wird vom Körper abgebaut. Dieses Verfahren ist im Vergleich zur klassischen Operation deutlich schonender und kann ambulant bei wachem Patienten durchgeführt werden.

Spritzenbehandlung – Schaumsklerosierungstherapie

Sie eignet sich vor allem für kleinere Krampfadern oder Besenreiser. Es wird eine spezielle Lösung (Aethoxysklerol) in die Vene gespritzt. Diese bewirkt in Kombination mit einer Kompression mittels Gummistrumpf ein Verkleben der Venenwände und die Abheilung.

Die knapp unter der Hautoberfläche laufenden feinsten Gefäße (Besenreiser) werden mit einer sehr dünnen Nadel punktiert und mit Aethoxysklerol® gefüllt – der Effekt der Behandlung wird sofort sichtbar wie im Video erkennbar (obwohl der Umbau der Gefäße in Bindegewebe erst später stattfindet).

Kompressionsstrümpfe sind die erste Nacht und tagsüber eine Woche zu tragen um ein ideales Ergebnis zu erzielen.

 

Risiken und Nachbehandlung

Generell ist zu sagen, dass die Risiken und unerwünschten Wirkungen der Krampfaderbehandlung sehr gering sind und selten auftreten. Viele Behandlungen können ambulant durchgeführt werden und Sie gehen kurz nach der Intervention wieder nach Hause. Die Thrombosegefahr durch die Bildung von Blutgerinnseln sowie die Ansammlung von Lymphflüssigkeit in den Beinen lässt sich mit der Kompressionstherapie und Bewegung nach dem Eingriff minimieren. Hierfür werden Ihnen maßgefertigte Kompressionsstrümpfe der Klasse 2 vor dem Eingriff verschrieben.

Wie geht es weiter?

Vereinbaren Sie sich gerne einen Termin, um eine Beratung mit einem individuellen Therapievorschlag zu erhalten. Die Kosten der Beratung inkl. durchgeführter farbkodierter Duplexsonographie werden Ihnen übrigens bei der Behandlung gegengerechnet und sind somit in dem Gesamtpaket inkludiert. Dies gilt auch für die nötigen postoperativen Kontrollen.